Einsatz Nummer zwei in diesem Jahr kann man im Nachhinein getrost als ungewöhnlich bezeichnen.
Bereits kurz vor dem Einsatz fiel Anwohnern am Sonntagnachmittag auf der Hauptstraße in Remse ein LKW auf, der mit lauten und teils komischen Geräuschen auf sich aufmerksam machte. Es hatte den Anschein, als wenn der Fahrer mit technischen Problemen kämpfte. Schließlich setzte er seine Fahrt jedoch in Richtung Waldenburg fort.
Nur Minuten später schrillten die DME und Sirenen. Der Text auf dem Display ließ nichts Gutes erahnen: "Eingeklemmte Person in / unter LKW in Kertzsch". Es war also höchte Eile geboten. Zu dieser Uhrzeit waren glücklicherweise genügende Einsatzkräfte verfügbar und so verließ das HLF20 der Remser Wehr kurz darauf das Depot in Richtung Einsatzstelle.
Diese befang sich in der steilen S-Kurve zwischen Remse und Kertzsch. Der vorhin erwähnte LKW war dort offensichtlich von der Straße abgekommen und teilweise den Hang in Richtung Muldenwiese hinuntergerutscht. Zum Glück bestätigten sich jedoch die schlimmsten Befürchtungen nicht, denn der Fahrer befand sich unverletzt neben dem Fahrzeug, war zu diesem Zeitpunkt allerdings schon von der ebenfalls anwesenden Polizei festgesetzt wurden.
So galt es nur den LKW zu sichern, was die Einsatzkräfte allerdings bis spät in den Abend beschäftigen sollte. Zusätzlich waren die Kameraden aus Glauchau mit 3 Fahrzeugen alarmiert wurden. Zusammen sicherte man den LKW mit Stahlseilen an den Einsatzfahrzeugen gegen ein Umkippen. Zur endgültigen Bergung kam dann später schließlich schweres Gerät in Form eines Autokran sowie eines schweren Abschleppfahrzeuges hinzu und das Fahrzeug konnte schließlich sicher geborgen werden. Die letzten Einsatzkräft kehrten dann erst nach 23 Uhr in Depot zurück.
Wie es zu dem Unfall kam, müssen die polizeilichen Ermittlungen ergeben. Jedenfalls war das Gefährt und sein Fahrer wohl schon vorher in anderen umliegenden Orten auffällig geworden und man hatte bereits die Polizei alarmiert. Ob es sich um einen Diebstahl handelte, kann zu diesem Zeitpunkt nicht bestätigt werden, allerdings soll der Fahrer laut Polizei alkoholisiert gewesen sein.
Wir bedanken uns bei den Einsatzkräften aus Glauchau, dem Rettungsdienst, der Polizei sowie dem Abschleppunternehmen für die Unterstützung!
Anbei einige Aufnahmen des Einsatzes: